Landwirtschaftsdialog: MitGEN, OhneGEN, FremdGEN

5. „Hohenheimer Landwirtschaftsdialog“
Wohin geht die Pflanzenzüchtung?
Dienstag, 17.12.2019, 18:00-21:30 Uhr Universität Hohenheim, Otto Rettenmaier Audimax

18:30 – 19:00 Was ist Genom-Editierung und worin unterscheidet sie sich von bisherigen Methoden der Pflanzenzüchtung?
Prof. Dr. Karl Schmid

19:45 – 20:15 Früchte des Zorns? Moderne Pflanzenzüchtung in gesellschaftlicher Deutung
Dr. Christian Dürnberger

20:25 – 20:55 Warum die Bio-Branche nicht mit-crispern will
Dr. Christian Eichert

Die Pflanzenzüchtung leistet einen entscheidenden Beitrag, um die großen Herausforderungen der Landwirtschaft zu meistern. Durch Züchtung gesteigerte Erträge helfen, eine weiterhin steigende Weltbevölkerung nachhaltig zu ernähren. Trockenresistente Sorten ermöglichen der Landwirtschaft eine Anpassung an den Klimawandel. Durch Resistenzzüchtung gegen Pflanzenkrankheiten wird der Einsatz chemischer Pflanzenmittel reduziert. Während diese Schüsselrolle der Pflanzenzüchtung für eine nachhaltige Landwirtschaft weitgehend anerkannt ist, gibt es große gesellschaftliche Auseinandersetzungen darüber, welche Verfahren in der Pflanzenzüchtung akzeptabel sind. Diese Debatte hat durch die Entdeckung der „Genschere“ CRISPR/CAS eine neue Dimension erreicht, die viele Fragen aufwirft.
Wie unterscheidet sich die Genom-Editierung mit der „Genschere“ von den bislang verwendeten Verfahren der Pflanzenzüchtung?
Welche Potenziale und welche Risiken sind damit verbunden?
Welche aussichtsreichen Methoden gibt es in der modernen Pflanzenzüchtung als Alternative zur „Genschere“?
Wie sind die verschiedenen Verfahren der Pflanzenzüchtung aus ethischer und gesellschaftlicher Perspektive zu bewerten?
Welche Züchtungsverfahren sollen im Öko-Landbau erlaubt sein?

Ziel der Veranstaltung ist es, wissenschaftliche und praktische Perspektiven zusammenzubringen, um eine konstruktive Diskussion zu diesem brennenden Thema zu ermöglichen.

Link zur Seite der Universität Hohenheim erfolgt, sobald die Veranstaltung dort eingestellt ist.

Bundesrat: Höhere Sicherheitsstufe für genveränderte Organismen

Bundesrat will mehr Sicherheit für „Gene drives“ als von Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner vorgeschlagen
„Auf Antrag des Landes Hessen hat der Bundesrat am 11.6.2019 mit deutlicher Mehrheit eine besondere Sorgfalt und ein hohes Sicherheitsniveau bei der Arbeit mit Gene Drive-Organismen im Labor gefordert“, teilte Hessens Umweltstaatssekretärin Beatrix Tappeser mit. Demnach sollen solche Versuche künftig grundsätzlich in die dritte von vier Sicherheitsstufen eingeordnet werden. Die Novelle der Bundesregierung zur Gentechnik-Sicherheitsverordnung (GenTSV) sieht dagegen vor, dass solche Laborarbeiten grundsätzlich in Sicherheitsstufe 2 einzugruppieren sind. Was auch im Ländervorschlag unverändert bleibt: Die Zentrale Kommission für die Biologische Sicherheit (ZKBS) kann nach Einzelfallabwägung solche Versuche auch in andere Sicherheitsstufen einordnen, etwa nur in Stufe 1. Die geht davon aus, dass das Risiko für Umwelt und menschliche Gesundheit zu vernachlässigen ist und erfordert keine speziellen Sicherheitsauflagen.
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Themenreihe Gentechnologie

25. März – 25. Juli 2019, 5 Veranstaltungen in der ev. Akademie Bad Boll

Genome Editing – So gut wie die Natur und reif für den Menschen?

CRISPR/Cas 9 – dieses merkwürdige Kürzel steht für ein neues Verfahren der Genveränderung, das Wissenschaft und Forschung fasziniert und unsere Welt revolutionieren könnte. Mit dem neuen Verfahren gelingt es, molekularbiologische Mechanismen als präzise DNA-Schere zu nutzen. Damit lässt sich Erbgut in Pflanzen, Tieren und Menschen so einfach, präzise und preiswert verändern wie nie zuvor. Wissenschaftler schwärmen vom enormen Potenzial. Unternehmen wittern ein Riesengeschäft. Bei Gentechnikgegnern läuten die Alarmglocken.

Veranstaltungsübersicht

Gene Drive Symposium 24. Mai 2019 in Bern

Gene Drives haben das Potenzial, die klassischen Vererbungsregeln zu umgehen und damit Populationen und Arten schnell und grundlegend zu verändern oder ganz zu eliminieren. Diese Idee ist an sich nicht neu. Doch erst seit der Entwicklung neuer gentechnischer Verfahren, insbesondere der „Gen-Schere“ CRISPR/Cas9, ist dies technisch umsetzbar.
Man erhofft sich damit Infektionskrankheiten wie Malaria, Denguefieber oder Zika bekämpfen und die Bedrohung durch landwirtschaftliche Schädlinge oder invasive Arten eindämmen zu können. Ein Unterschied zur konventionellen Gentechnik besteht darin, dass man Gene Drive Organismen (GDOs) in Populationen der freien Wildbahn einkreuzen möchte, um diese dauerhaft zu verändern.
Gene Drives werfen grundlegende ökologische, soziale, ethische und rechtliche Fragen auf.
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Film: „Unser Saatgut – Wir ernten, was wir säen“

Donnerstag, 28. März 2019, 19.30 Uhr, Huober Brezel, Gewerbegebiet Erdmannhausen

Der Verein „gentchnikfreie Landkreise 21“ und die Firmengemeinschaft HUOBER BREZEL, ERDMANNHAUSER, Bio Gourmet laden Sie herzlich ein zum Kinofilm „Unser Saatgut – wir ernten was wir säen“ am 28.März 2019 in Erdmannhausen im Saal der Firmengemeinschaft im Ochsenweg, Gewerbegebiet Erdmannhausen. Beginn 19.30 Uhr. Filmvorführung mit anschließendem Gespräch mit Herbert Völkle, Geschäftsführer Getreidezüchtung Peter Kunz.
ÖPNV ab Stuttgart: 18.08 Uhr S4 Richtung Backnang. Ausstieg Marbach- 18:39 Weiterfahrt mit Bus 346 Rielingshausen, 18:41 Haltestelle HUOBER. Dann Fussweg 10 Minuten
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