Pressemitteilung: Gentechnikfreiheit im Koalitionsvertrag? Was wir fordern

Esslingen/Stuttgart, 31.05.2021 Baden-Württemberg wird auch in den kommenden fünf Jahren durch eine grün-schwarze Landesregierung geführt werden. In Online-Parteitagen stimmten Grüne und CDU dem verhandelten Koalitionsvertrag jeweils mit großer Mehrheit zu. Mitte Mai wurde im Landtag Winfried Kretschmann zum dritten Mal als Ministerpräsident vereidigt.
Unter dem Motto: `Jetzt für Morgen‘ wird im Koalitionsvertrag Bezug auf ein gentechnikfreies Baden-Württemberg genommen. Gottfried May-Stürmer, Sprecher des Aktionsbündnisses gentechnikfreie Landwirtschaft, begrüßt, dass die Landesregierung weiterhin am Vorsorgeprinzip, an strengen Zulassungsverfahren und einer Risikoabschätzung neuer Gentechniken festhält. Freisetzungsversuche werden weiterhin abgelehnt. May-Stürmer dazu: „Wir hoffen, dass sich die Landesregierung auch auf Bundesebene für eine Regulierung der neuen Gentechniken ausspricht und das Vorsorgeprinzip nicht geschwächt wird.“

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Gentechnik muss auch in Zukunft strikt reguliert werden – Breites Bündnis von Organisationen stellt Positionspapier vor

Berlin, 21.04.2021. Seit Jahren lobbyieren Industrie und Gentechnik-Befürworter*innen dafür, neue Gentechnikverfahren wie CRISPR/Cas von der Gentechnik-Gesetzgebung auszunehmen. Sie wollen damit die derzeitige Definition von Gentechnik aufweichen. Das gefährdet die Wahlfreiheit und die Sicherheit von Mensch und Umwelt.

Insgesamt 94 Organisationen aus den Bereichen Umwelt-, Tier- und Naturschutz, Entwicklungspolitik, Kirchen, Verbraucherschutz, Landwirtschaft, Züchtung, Lebensmittelwirtschaft und Imkerei sowie Jugendorganisationen fordern die Bundesregierung in einem heute veröffentlichten Positionspapier auf, in Deutschland und auf europäischer Ebene alle derzeitigen wie künftigen Gentechnikmethoden und die daraus entstehenden gentechnisch veränderten Organismen (GVO) weiterhin unter dem bestehenden EU-Gentechnikrecht zu regulieren und zu kennzeichnen.
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mRNA Impfstoff verändert keine Gene

Auf Internet-Seiten wird behauptet, die mRNA-Impfstoffe gegen Corona würden das menschliche Genom verändern. Damit werden einerseits bei Menschen, die gegenüber der Gentechnik kritisch eingestellt sind, Befürchtungen gegenüber diesen Impfstoffen geweckt, andererseits wird mit diesem Argument auch für andere Gentechnik-Anwendungen, z.B im Agrarbereich geworben.

Das Aktionsbündnis gentechnikfreie Landwirtschaft stellt fest:

  • mRNA-Impfstoffe gelangen nicht in die Zellkerne
  • mRNA-Impfstoffe greifen nicht in die menschliche DNA ein.

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Neue Gentechnische Verfahren – Fragen und Antworten

Sind Neue Gentechnische Verfahren (NGT) überhaupt Gentechnik?

Im Sinn des geltenden Europäischen Gentechnik-Rechtes sind auch die NGT als Gentechnik zu regulieren. Das hat der Europäische Gerichtshof 2018 geklärt. Denn schließlich wird in den Kern der Genetik von Organismen – in die DNA – technisch mit der „Gen-Schere“ eingegriffen.

Kann man NGT-Organismen von klassischen Mutationen unterscheiden?
Das geht nicht mehr so einfach, wie bei den bisherigen Gentechnik-Verfahren, wo man nur bestimmte genetische Marker suchen muss. Typisch ist, dass eine NGT-Veränderung ausnahmslos alle Kopien des Gens im Genom betrifft – was bei traditionellen Mutationen nicht passiert. Nachweisen kann man eine NGT dann, wenn man den „genetischen Fingerabdruck“ kennt. Dann kann man auch im Markt transparent machen, auf welche Weise ein Organismus und die daraus gewonnenen Produkte entstanden ist.
Natürlich entstandene Organismen darf man nicht patentieren. Wenn nun die NGT-Anwender ihre Produkte patentieren lassen, gehen sie offenbar davon aus, dass diese (a) keine natürlichen Organismen sind und (b) der Eingriff nachweisbar ist, um Patentansprüche durchsetzen zu können.
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Mit-CRISPRn oder nicht? Informationsveranstaltung zu den neuen Gentechniken

Freitag, 20. November 2020, 12.30 Uhr – Samstag 21. November 2020, 17.30 Uhr
Schloss Kirchberg an der Jagst

Die neuen Gentechniken, auch Genome Editing genannt, drängen in die Labore, in die Pflanzenzüchtung und vielleicht auch bald auf unsere Äcker und Teller. Insbesondere die Frage, ob und wie die neuen Gentechnik-Verfahren reguliert und gekennzeichnet werden, wird sehr kontrovers diskutiert. Im Spannungsfeld zwischen Chancen und Risiken, Regulierung oder Freisetzung ohne Kontrolle und Verwendung ohne Kennzeichnung ist es wichtig zu wissen, wovon die Rede ist, um einen Standpunkt zu entwickeln. Die Tagung bietet Gelegenheit, sich nicht nur umfassend zu den neuen Techniken zu informieren, sondern auch kritisch mit Vertreter*innen aus Politik und Wirtschaft zu diskutieren und sich zu vernetzen.

Veranstalter:
Aktionsbündnis Gentechnikfreie Landwirtschaft in Baden-Württemberg
und Akademie Schloss Kirchberg
in Kooperation mit der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) e.V.
und dem BUND Bundesverband.

Das detaillierte Tagungsprogramm folgt in Kürze.

www.schloss-kirchberg-jagst.de/gentechnik

Akademie Schloss Kirchberg
Anna-Lena Buchholz,
Schlossstraße 16/3, 74592 Kirchberg an der Jagst
Tel.: 07954/921 18-80
akademie@hdb-stiftung.com

Aktionsbündnis Gentechnikfreie Landwirtschaft in Baden-Württemberg
c/o Bioland Landesverband Baden-Württemberg e.V. Birgit Eßlinger,
Schelztorstr. 49,
73728 Esslingen,
Tel.: 0711/550939-47
info@gentechnik-freie-landwirtschaft.de

Gentechnik Erntemonitoring 2019

Landwirtschaftsminister Peter Hauk MdL: „Gentechnisch veränderte Pflanzen haben in der kleinräumigen Agrarstruktur Baden-Württembergs keinen Platz“

Der Anbau gentechnisch veränderter Organismen (GVO) ist außerhalb Europas weit verbreitet. Hauptanbaugebiete für gentechnisch veränderten Mais und Soja sind die USA, Argentinien und Brasilien. Aufgrund des weltweiten Handels mit Saatgut und Ernteprodukten kann deshalb nicht grundsätzlich ausgeschlossen werden, dass trotz aller vorsorgenden Maßnahmen auch in heimischen Ernteprodukten GVO nachgewiesen werden.

Um den Erfolg der Maßnahmen im Land bewerten zu können, werden seit 2004 jährlich in einem Ernte-Monitoring-Programm Untersuchungen auf GVO im Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt (CVUA) Freiburg und im Landwirtschaftlichen Technologiezentrum (LTZ) Augustenberg durchgeführt.

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