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BUND Landesverband Baden-Württemberg
Kennwort
"Gentechnik-freie Landwirtschaft"
Sparkasse
Singen-Radolfzell
Konto-Nr. 4 088 100
BLZ 692 500 35

 


Pressemitteilungen
des Aktionsbündnisses gentechnikfreie Landwirtschaft

 

 

Aktionsbündnis protestiert gegen Anbau der Genkartoffel Amflora
Das Aktionsbündnis fordert von der BASF den Verzicht auf Anbau und Vermarktung genveränderter Kartoffeln in Europa und den Verzicht auf weitere Zulassungsanträge für genveränderte Pflanzen. Die Gentechnik kommt jetzt durch die Hintertür, da durch den breiten Widerstand von Bauern und Verbrauchern der Haupteingang versperrt ist. weiter


Archiv der Pressemitteilungen:

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DATUM: 17. April 2009

Auch kein Versuchs-Anbau von Genpflanzen
im Südwesten

Bioland begrüßt die Entscheidung des Bundessortenamtes, den geplanten Anbau von gentechnisch verändertem Mais zu Versuchszwecken in Rheinstetten Forchheim nicht durchzuführen. „Der Südwesten ist damit einen Schritt weiter in Richtung gentechnikfreies Baden-Württemberg“, bekräftigt Matthias Strobl, Geschäftsführer von Bioland Baden-Württemberg. „Nachdem das Land bereits den Koexistenzversuch in Forchheim abgesagt und die Bundeslandwirtschaftsministerin klare Worte zum Anbau von Mon810 gefunden hat, ist es nur konsequent, dass auch die Wertprüfungsversuche des Bundessortenamtes Schnee von gestern sind.“
Die Landesregierung Baden-Württemberg muss jetzt den gentechnikfreien Anbau in Baden-Württemberg über das Jahr 2009 hinaus sichern und konsequent für den gen-technikfreien Anbau einstehen. Deshalb fordert Bioland die Landesregierung dazu auf, über ein Landesgesetz den rechtlichen Schutz für gentechnikfreie Regionen zu schaffen. Die Zukunft der Landwirtschaft in Baden-Württemberg liegt darin, qualitativ hochwertige Produkte ohne den Einsatz von Gentechnik zu erzeugen. Entgegen den Ankündigungen der großen Gentechnikkonzerne hat der Anbau gentechnisch verän-derter Pflanzen in Nordamerika in den letzten Jahren zu enormen Schäden in der Landwirtschaft geführt. Darüber haben renommierte Gentechnik-Kritiker wie Bill Wen-zel (USA) und Percy Schmeiser (Kanada) auch in Deutschland mehrfach berichtet.
Bioland ist mit 1054 landwirtschaftlichen Erzeugerbetriebe und knapp 300 handwerklichen Lebensmittelverarbeitern der größte Verband für ökologischen Landbau in Baden-Württemberg. Nach den Richtlinien zum organisch-biologischen Anbau ist der Ein-satz von gentechnisch veränderten Pflanzen, Tieren und Futtermitteln verboten.


Bioland Landesverband Baden-Württemberg
Pressestelle: Andreas Greiner c/o Ökonsult, Gerberstr. 9, 70178 Stuttgart,




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DATUM: 14. April 2009

Kein Patent auf Leben!
Für eine Verschärfung der europäischen Biopatentrichtlinie
Bundesweite Aktionsbündnisse für eine gentechnikfreie Landwirtschaft fordern Länderminister auf, die Hessische Initiative im Bundesrat zu unterstützen!

Die bundesweiten Aktionsbündnisse für eine gentechnikfreie Land- und Lebensmittelwirtschaft haben in einem gemeinsamen Brief jeweils ihre zuständigen Länderminister aufgefordert, die Hessische Initiative im Bundesrat für eine Verschärfung der europäischen Biopatentrichtlinie zu unterstützen. Die in den Aktionsbündnissen organisierten Bauern-, Umwelt- und kirchlichen Organisationen engagieren sich seit Jahren für ein Verbot der Patentierung von Saatgut, Pflanzen und Tieren und fordern gerade auch die Politik auf, nicht erst abzuwarten und Präzedenzfälle zu schaffen, sondern im Vorfeld den weit gehenden Patentansprüchen einen Riegel vor zu setzen. „In Europa sind inzwischen hunderte von Patentanträgen auf die konventionelle Züchtung von Pflanzen und Tieren angemeldet. Sie werden stillschweigend vom Europäischen Patentamt in München abgesegnet, ohne dass es eine öffentliche Diskussion darüber gibt. Gene, Pflanzen und Tiere sind aber keine Erfindung und dürfen deshalb auch nicht patentiert werden“, so Georg Janßen, Sprecher des Bündnis für gentechnikfreie Landwirtschaft Niedersachsen, Hamburg, Bremen und einer der Mitinitiatoren dieses gemeinsamen Briefes. Janßen weiter: „Patente auf konventionelle Züchtungs- und Herstellungsverfahren würden - genauso wie Patente auf gentechnisch veränderte Pflanzen und Tiere - einen Monopolanspruch gegenüber den patentierten Pflanzen oder Tieren ermöglichen, mit ggf. weit reichendem Handlungsspielraum des Patentanmelders. Dies sind im Wesentlichen die gleichen multinationalen Konzerne, die auch bei der Agro-Gentechnik aktiv sind. Der Chef des Gentechnik-Konzerns Monsanto hat jüngst in einem Interview mit der „ZEIT“ vom 22.01.09 deutlich gemacht, dass er seine „Patentsheriffs“ auch auf europäische Felder schicken würde, um Saatgutpatentansprüche gegenüber den Bauern durch zu setzen. Dagegen wehren wir uns mit ganzer Kraft! Deshalb appellieren wir an alle Länderminister, endlich die europäischen und deutschen Patentrichtlinien zu verschärfen und dadurch die Land- und Lebensmittelwirtschaft vor solchen Übergriffen zu schützen. Wir rufen alle engagierten Bürger auf, bei der am 15. April 2009 stattfindende Demonstration gegen Patente auf Leben! in München, dabei zu sein. Start ist auf dem Marienplatz, 10:00 Uhr, Ziel ist das Europäische Patentamt.“
V.i.S.d.P.: Georg Janßen, Bündnis für gentechnikfreie Landwirtschaft Niedersachsen, Hamburg, Bremen, Bundesgeschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) e.V., Heiligengeiststr. 28, 21339 Lüneburg, abl_de@yahoo.de


Brief vom Aktionsbündnis Baden-Württemberg an Minister Hauk
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DATUM: 22.November 2006

Bundesweiter Aktionsstart Haushalt ohne Genfood in Stuttgart 

Mit Starkoch Vincent Klink und dem Anstifter und Kabarettisten Peter Grohmann

Mit dem ersten „nein“ gegen Genfood hat der Starkoch Vincent Klink ein klares Bekenntnis zu seinem Restaurant  Wielandshöhe als Genfood - freie Zone und damit den Start für die bundesweite Aktion gegeben.

Mit der Aktion „Haushalt ohne Genfood“ möchten mehr als 20 Aktionspartner, darunter eine große Zahl an namhaften Unternehmen und die beiden großen christlichen Kirchen, Verbände aus den Bereichen Umwelt, Landwirtschaft und Verbraucherschutz möglichst vielen Menschen aus allen Kreisen der Bevölkerung die Möglichkeit geben, sich öffentlich zum Thema Genfood zu äußern. Noch nie gab es ein so großes und vielschichtiges Bündnis gegen Genfood im Haushalt. Das ganze läuft übers Internet, die Seite ist seit heute,22.November 2006, 12 Uhr online.

Aus vielen einzelnen  "Neins", als Pixel-Grafik auf der Internetseite www.mein-nein.de gestaltet, wird ein großes gesellschaftliches Bekenntnis. Und damit eine gewichtige Stellungnahme, ein Signal unterschiedlichster gesellschaftlicher Gruppen für die Ernährungsindustrie und die politisch Verantwortlichen in Berlin. Bis Endes des Jahres werden es 100.000 Haushalte sein, schätzt Pressesprecher Wolfgang Schleicher, Geschäftsführer des Verbandes Katholisches Landvolk,  die mit  sich ihrer Nein-Stimme klar gegen Genfood in ihrem Haushalt bekennen.

Stuttgart, den 22.November 2006

Pressesprecher: Herr Wolfgang Schleicher, Telefon 0711- 9791 – 117

Projektkoordination: Frau Claudia Schüle, Telefon 0711 – 620 306 14

Presse & PR: Frau Helene Prölß. 0711- 236 2390

 

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DATUM: 22.Februar 2006
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Wir wollen alles – außer Gentechnik

„Aktionsbündnis Gentechnik-freie Landwirtschaft“ erklärt Landtag zur gentechnikfreien Anbauzone.

Mit einer spektakulären Aktion demonstrierten heute 40 Vertreter des Aktionsbündnis vor dem Baden-Württembergischen Landtag für eine Gentechnik-freie Landwirtschaft. Durch das symbolische Anpflanzen eines traditionellen Maisfeldes in der Bannmeile, wurde der Landtag zur gentechnikfreien Anbauzone erklärt. Im Rahmen der Aktion wurden die Abgeordneten in einem Brief aufgefordert, sich im Bundesrat aktiv gegen die von der Bundesregierung geplante Aufweichung des Gentechnikgesetzes einzusetzen. „Mehr als ¾ der Verbraucher lehnen Gentechnik in ihren Lebensmitteln ab“, erklärte Stephanie Botta, Sprecherin des „Aktionsbündnis Gentechnik-freie Landwirtschaft“. Sie fordert die Abgeordneten auf, diesen Wunsch der Wählerinnen und Wähler ernst zu nehmen.

Das „Aktionsbündnis Gentechnik-freie Landwirtschaft“ ist ein Zusammenschluss von 27 Organisation aus den Bereichen Landwirtschaft, Kirche, Umwelt- und Naturschutz sowie Verbraucherschutz. „Wir setzen uns für eine Landwirtschaft ohne den Einsatz gentechnisch veränderter Pflanzen in Baden-Württemberg ein“, erläutert Jochen Fritz, Organisator der Aktion, die Ziele des Aktionsbündnisses. Er sieht darin große Chancen für die Zukunft unserer landwirtschaftlichen Produkte. „Dass der Einsatz von Gentechnik (auch) Vermarktungsrisiken birgt, zeigt zum Beispiel die Ankündigung des Babynahrungsmittelherstellers Hipp“, verdeutlichte Matthias Strobl, Geschäftsführer von Bioland Baden-Württemberg auf der Pressekonferenz. „So fordert Hipp Garantien für die Gentechnikfreiheit seiner in Deutschland erzeugten Rohstoffe. Ohne diese Garantien sieht er sich gezwungen, die landwirtschaftlichen Produkte im gentechnikfreien Ausland einzukaufen.“

Mit Beginn des Jahres wurde erstmals der Verkauf von gentechnisch verändertem Saatgut in Deutschland zugelassen. Was die Kritiker der Agro-Gentechnik schon immer ahnten, bestätigt Monsanto, einer der Hersteller dieses Saatgutes, in seiner neuesten Veröffentlichung. In dieser Empfehlung an die Landwirte gesteht Monsanto die Grenzen und Risiken ihrer Technologie ein: So kann der eigens gegen den Maiszünsler entwickelte BT-Mais zu Resistenzen bei den Schädlingen führen und verkehrt so das vorgebliche Ziel, den Pflanzenschutzmitteleinsatz zu verringern, ins Gegenteil.

Das „Aktionsbündnis Gentechnik-freie Landwirtschaft“ warnt darüber hinaus vor einem unkontrollierten Auskreuzen der gentechnisch veränderten Pflanzen. Ist die Gentechnik erst einmal auf unseren Feldern, ist dieser Weg nicht mehr umkehrbar. Ein Nebeneinander verschiedener Formen der Landwirtschaft mit und ohne Gentechnik (Koexistenz) ist in Deutschland in der Praxis kaum vorstellbar, denn Wind und Bienen halten sich nicht an Feldgrenzen und Sicherheitsabstände. So zeigte ein konkreter Fall im Sommer 2005 dass bereits ein kleines Versuchsfeld ausreicht, um Honig und Pollen der in der Umgebung lebenden Bienenvölker nachhaltig zu kontaminieren (ots 09.09.2005).

Weitere Informationen zum „Aktionsbündnis Gentechnik-freie Landwirtschaft“ finden Sie unter www.gentechnik-freie-landwirtschaft.de.
Ihre Ansprechpartnerin: Stephanie Botta (Sprecherin Aktionsbündnis Gentechnik-freie Landwirtschaft in Baden-Württemberg) erreichen Sie unter 0711-550939-48 oder mobil unter 0172-8018456.

Das Aktionsbündnis fordert von der Landesregierung Baden-Württemberg:

  • dass sie alle Spielräume nutzt, um auch in Zukunft in Baden-Württemberg eine Gentechnik-freie Landwirtschaft zu ermöglichen,
  • dass sie die ungelösten Probleme und Risiken hinsichtlich der Koexistenz von Landwirtschaftsformen mit und ohne Gentechnik aufgreift und von den Befürwortern der Gentechnik Antworten und praktikable Lösungen einfordert,
  • dass sie sich für die Kennzeichnungspflicht von tierischen Lebensmitteln einsetzt, wenn diese mit gentechnisch veränderten Futtermitteln erzeugt wurden,
  • dass sie sich für eine Nachweisgrenze von 0,1 % gentechnisch bedingten Verunreinigungen bei herkömmlichem Saatgut einsetzt,
  • dass beim Zeichen „Geprüfte Qualität aus Baden-Württemberg“ Gentechnikfreiheit auch beim Futter gewährleistet wird,
  • dass der Anbau von GVO in Naturschutzgebieten und NATURA 2000 Gebieten verboten wird,
  • dass sie keine einseitige Info-Kampagnen für die Agro-Gentechnik unterstützt, sondern die Bürger umfassend über Alternativen informiert.




Das Aktionsbündnis „Gentechnik-freie Landwirtschaft in Baden-Württemberg“ besteht aus folgenden Organisationen und Initiativen:

AbL Baden-Württemberg
Aktionsbündnis Gentechnik-freie Region Oberrhein
Attac Stuttgart/Tübingen/Freiburg (AG Landwirtschaft)
Bioland Baden-Württemberg
Bodensee Stiftung
BUND Baden-Württemberg
Dachverband Entwicklungspolitik Baden Württemberg
Demeter Baden-Württemberg
Deutscher Erwerbs- und Berufsimkerbund
Eurotoques
Evangelisches Bauernwerk in Württemberg
Evangelische Jugend auf dem Lande in Württemberg (ejl)
Forum Pro Schwarzwaldbauern
Greenpeace Gruppe Stuttgart/Esslingen/Freiburg
gepa Fair Handelshaus
Katholische Landjugend Bewegung Erzdiözese Freiburg
Katholische Landjugend Bewegung Rottenburg-Stuttgart
LandFrauenverband Südbaden
Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg (LNV)
LandFrauenverband Württemberg-Baden
Naturschutzbund NABU Baden-Württemberg
Naturheilverein Spechbach e.V.
Naturland Süd-West
Nürtinger Bündnis für gentechnikfreie Landwirtschaft und Lebensmittel
Verband Katholisches Landvolk e.V.
Verbraucherzentrale Baden-Württemberg e.V.
Verein zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt

 

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DATUM: 02.Juni 2005

Lust auf BIO in Stuttgart

Schafe streicheln, ein saftiges Biosteak kosten und dufte Natur-Kosmetika testen - am Samstag, 2. Juli verwandeln Bio-Bauern und Co. den Stuttgarter Schloßplatz in eine ARENA DER SINNE. Auf dem dritten Stuttgarter Bio-Erlebnistag in den baden-württembergischen Landeshauptstadt erwartet die Besucher zwischen 11.00 und 19.00 Uhr ein buntes Bühnen- und Bauernprogramm.

Neben 30 Marktständen informieren über 10 Verbände und Organisationen rund um das Thema „Ökolandbau“. Ein separates Info-Zelt widmet sich dem Schwerpunktthema Gentechnik: Welche Gentechnik-Produkte sind bereits am Markt? Warum gibt es auch in Baden-Württemberg immer mehr gentechnikfreie Zonen? Wieso sagen immer mehr Landwirte und Verbraucher „Nein“ zu gentechnisch veränderten Lebensmitteln? Das Aktionsbündnis gentechnikfreie Landwirtschaft in Baden-Württemberg (www.gentechnik-freie-landwirtschaft.de) gibt Antwort auf diese Fragen.

Der Bio-Erlebnistag ist Teil des Bundesprogramms Ökologischer Landbau, initiiert vom Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft.
Mehr zum Bio-Erlebnistag unter www.oekokonsult-stuttgart.de/bioerlebnistag

 

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DATUM: 25. November 2004

Leserbrief zum Artikel „Land sieht Grüne Gentechnik als Zukunftstechnologie“
BW agrar, 20. November 2004

Bevor der Grünen Gentechnik die Unbedenklichkeit bescheinigt, eine positive Umweltwirkung attestiert und die Verbesserung der Welternährung zugeschrieben wird, sollten wir uns fragen „Wozu das Ganze?“
Klar ist inzwischen, dass die derzeit praxisreifen Pflanzen keinen Nutzen für die Verbraucher bringen. Der Gewinn für die Landwirtschaft ist umstritten: Berichte aus den USA und Kanada zeigen deutlich, dass der verringerte Einsatz von Spritzmitteln ein sehr kurzfristiger Effekt ist. Bezüglich der Welternährung gibt es keine gesicherten Studien. Im Fall des „Golden Rice“ müssten bis zu 54 Schüsseln Reis verzehrt werden, um von dessen Inhaltsstoffen tatsächlich zu profitieren.
Ohne Zweifel hingegen ist, dass der Einsatz von gentechnisch veränderten Organismen das Aus für die Biolandwirtschaft und die konventionellen Landwirte bedeuten würde, die ohne Agro-Gentechnik arbeiten möchten. Ein Nebeneinander wäre gerade in Baden-Württemberg undenkbar. Warum aber das, was dem Land derzeit wichtige Arbeitsplätze und ein vom Verbraucher gewünschtes Produkt – gentechnik-freie Lebensmittel – garantiert, aufs Spiel setzen? Warum das, was seit langen Jahren vom Staat gewollt und deshalb gefördert wird gefährden? Warum der Marktmacht des Handels, dem die Landwirtschaft auf der Abnehmerseite ausgesetzt ist, noch ein Anbietermonopol bei Saatgut und Pflanzenschutzmittel durch wenige Industriekonzerne hinzufügen? Landwirtschaft im Zangengriff! Wozu das Ganze?

Birgit Eßlinger, Koordinatorin Aktionsbündnis Gentechnik-freie Landwirtschaft in Baden-Württemberg

 

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DATUM: 18. April 2004

Wir bleiben sauber: Gen-Food – nein danke!

Landwirte und Imker, Verarbeiter und Verbraucher demonstrieren

(Stuttgart, 18.4.2004) Über 10 000 Menschen haben am heutigen Sonntag in der Stuttgarter Innenstadt demonstriert. Ein Schlepper-Corso mit mehr als 300 Traktoren legte den City-Ring der Landeshauptstadt lahm. Tausende gelber Luftballons stiegen symbolisch als unlenkbare Gentechnik-Pollen in die laue Frühlingsluft. Landwirte und Verbraucher setzten ein eindrucksvolles Zeichen für eine Landwirtschaft ohne Gentechnik. Unter dem Motto „Wir bleiben sauber – keine Gentechnik in der Landwirtschaft und in Lebensmitteln“ waren sie dem Aufruf des Aktionsbündnisses „Gentechnikfreie Landwirtschaft“ gefolgt. Hinter dem Bündnis stehen 50 Verbände und Organisationen aus der Landwirtschaft, dem Umwelt- und Verbraucherschutz.
Auf der anschließenden Kundgebung auf dem Schlossplatz forderte Professor Ernst Ulrich von Weizsäcker (MdB), Gründer des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt und Energie, die Politik auf zu verhindern, dass Pflanzen durch eine Handvoll weltweit agierender Großkonzerne patentiert werden. „Wer die Macht über Saatgut in die Hände weniger gibt, kann die Ernährung der Bevölkerung später nicht mehr gewährleisten.“ Mehrfach kritisierten die elf Redner die CDU-dominierten Landesregierungen, die im Bundesrat bzw. im Vermittlungsausschuss eine Verwässerung des Gentechnikgesetzes betreiben und das Haftungsrisiko der Allgemeinheit aufhalsen wollen. „Akzeptieren Sie diesen breiten Protest endlich als unmissverständlichen Wählerauftrag und sorgen Sie in den anstehenden Gesetzgebungsverfahren für einen effektiven Schutz der gentechnikfreien Landwirtschaft und gentechnisch unveränderter Lebensmittel“, appellierte Thomas Dosch, Bund für Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), an die Politik.
Dosch verwies auf eklatante Regelungslücken bei Milch, Eiern und Fleisch in der neuen Kennzeichnungsverordnung für gentechnisch veränderte Lebensmittel, die am 18. April 2004 in Kraft tritt. Sie biete dem Verbraucher keine ausreichende Sicherheit beim Einkauf und müsse deshalb dringend nachgebessert werden.
Christian Reuter, Vorsitzender des Kreisbauernverbandes Tübingen, berichtete von einer stark zunehmenden Bereitschaft unter den Landwirten, sich freiwillig in gentechnikfreien Regionen zusammenzuschließen. Die Politik müsse hierzu die rechtlichen Rahmenbedingungen schaffen. Er forderte aber auch die Verbraucher auf, ihrer in zahlreichen Umfragen geäußerten Ablehnung von gentechnisch veränderten Lebensmitteln Taten folgen zu lassen: „Nur durch den Einkauf gentechnisch unveränderter Lebensmittel können wir verhindern, dass die Gentechnik bei uns Einzug hält.“
Die Vertreter vom Aktionsbündnis „Gentechnikfreie Landwirtschaft“ freuten sich über die großartige Resonanz. Der Funke sei übergesprungen und der Widerstand werde in den nächsten Wochen auf vielfältige Weise weitergehen. „Die Gentechnik ist eine Risikotechnologie, die – einmal auf unseren Äckern ausgesät – nicht mehr kontrollierbar ist. Wird Gentechnik auf den Feldern angebaut, kann eine Auskreuzung auf natürlich gewachsene Pflanzen nicht mehr verhindert werden. Ein Nebeneinander in Koexistenz ist nicht möglich. Dies belegen die Erfahrungen der Landwirte in Kanada und Argentinien“, fasste Jürgen Binder vom Aktionsbündnis zusammen. Wenn die Gentechnik erst einmal großflächig zum Einsatz kommt, gibt es bald keine Lebensmittel mehr, für die Gentechnik-Freiheit garantiert werden kann. Genmanipuliertes Saatgut gefährdet die Existenz von allen Imkern, Bauern und Gärtnern, die ohne Gentechnik arbeiten. Diese Technologie birgt ungeklärte Risiken für Natur und menschliche Gesundheit und eignet sich schon gar nicht zur Lösung der Probleme in der Dritten Welt. Deshalb sollte das Motto auch weiterhin lauten:
Wir bleiben sauber: Gen-Food – nein danke!


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Demozug

Schlepperzug

Gentomate

Demo nah

Fotos: Joachim E. Röttgers

Weitere Bilder:

Demo Maisschilder

Demo

Kundgebung

 

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DATUM: 14. April 2004

Pressemitteilung zu der Protestaktion „Bienen fliegen in Bannmeile“

Imker rufen zur Demonstration gegen Gentechnik auf

Zehn Imker aus der Region Stuttgart protestierten heute vor dem Eingang des Landtags in Stuttgart gegen die Einführung von gentechnisch veränderten Pflanzen in Deutschland. Die mitgebrachten Bienenvölker der in Berufskluft erschienenen Imker, flogen vor dem Landtag aus.
„Wir Imker sind im besonderen von der Einführung der Gentechnik in der Landwirtschaft betroffen, weil Bienen einen Flugradius von bis zu 7 Kilometer haben“, so Berufsimker Michael Grolm aus Wurmlingen. Mit der Aktion „Bienen fliegen in Bannmeile“ wollten er und seine Kollegen deutlich machen, „dass uns keine noch so große Bannmeile um genmanipulierte Pflanzen ausreichenden Schutz bietet“. Deshalb sei ihre Existenz „massiv bedroht“.
Obwohl der Honig nur geringe Pollenanteile enthält, befürchten die Imker eine Zurückhaltung ihrer Kunden. Umfragen belegen, dass über 70 Prozent der Verbraucher genmanipulierte Bestandteile in ihrem Essen ablehnen. Der Gewinnung von Blütenpollen und leckeren Honigwabenstücken droht das Aus. Darüber hinaus müssen die Imker die negativen Konsequenzen (hohe Untersuchungskosten bis hin zur Betriebsaufgabe) tragen, wogegen die Gentechnik-Industrie auf satte Gewinne hofft. Die Imker fordern, dass die "In-Verkehr-Bringer" von Gentechnik in vollem Umfang und ohne bürokratische Hürden haften. Ein Aus vieler Imkereien hätte eine Verarmung der Natur und ihrer Artenvielfalt zur Folge, da die Bienen ca. 70 Prozent aller Blütenpflanzen bestäuben und deshalb auch für eine intakte Landwirtschaft unverzichtbar seien.
Da die Bienen bei ihrer extrem nützlichen Blütenbestäubung auch Gentechnik-Pollen zwischen den Pflanzen übertragen, besteht für die Imker die Gefahr, dafür haftbar gemacht zu werden. Dadurch wird die Freizügigkeit der Imker gefährdet. In diesen Punkten sind klare Regelungen im Sinne der Imker gefordert. „Dadurch, dass Insektengifte in die Pflanzen eingebaut werden, sehe ich die Gesundheit meiner Bienen durch die Agro-Gentechnik gefährdet“, macht Jürgen Binder, Berufsimker aus Rottenburg, auf die noch ungeklärte Bienenverträglichkeit von GVO-Pflanzen aufmerksam.
Anlass des Protests ist das derzeit im Bundesrat verhandelte Gentechnikgesetz. Vor dem Landtag protestieren die Imker deshalb, weil, so Binder, „die CDU-regierten Bundesländer derzeit das ohnehin keinen ausreichenden Schutz gewährende Gentechnik-Gesetz zu verwässern versuchen bzw. die Haftungsfrage der Allgemeinheit auferlegen wollen“.

Die Imker des Deutschen Erwerbs- und Berufsimkerbundes und das Aktionsbündnis „Gentechnikfreie Landwirtschaft in Baden-Württemberg“ laden alle Liebhaber von heimischen gentechnik-freiem Honig und anderen heimischen Lebensmitteln ein, sich an der Großdemonstration gegen Gentechnik am Sonntag, dem 18. April, auf dem Stuttgarter Schloßplatz zu beteiligen. Das Motto lautet „Wir bleiben sauber –keine Gentechnik in der Landwirtschaft und in Lebensmitteln“.

Kontakt Berufs- und Erwerbsimkerbund: Jürgen Binder 0170-1857424
Aktionsbündnis gentechnik-freie Landwirtschaft in BW: Jochen Fritz: 0171-8229719
Bildmaterial kann in der Demo-Koordinationsstelle unter 0711/550939-54 angefordert werden.
Infos zur Demonstration: www.gentechnik-freie-landwirtschaft.de


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DATUM: 25. März 2004

Wir bleiben sauber – keine Gentechnik in unsere Töpfe

Ein breites Aktionsbündnis von über 45 Verbänden und Initiativen organisiert am 18. April in Stuttgart eine Demonstration für eine gentechnikfreie Landwirtschaft und Lebensmittel.

(Stuttgart, 25.3.2004) Unter dem Titel "Wir bleiben sauber- keine Gentechnik in der Landwirtschaft und in den Lebensmitteln" ruft das Aktionsbündnis "Gentechnikfreie Landwirtschaft in Baden-Württemberg" zu einem Protestmarsch im Zentrum Stuttgarts auf. Veranstalter sind neben Umwelt- und Naturschutzverbänden die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg, Öko-Anbauverbände, die Landfrauen und viele andere mehr (siehe Liste anbei). Täglich steigt die Zahl der Partner, die sich am Aufruf zur Demonstration beteiligen.

Denn die große Mehrheit aller Landwirte und Verbraucher lehnt Lebensmittel ab, die mit Hilfe der Gentechnik erzeugt oder verarbeitet werden. Obwohl niemand diese Produkte wirklich braucht, versuchen Vertreter internationaler Saatgutfirmen mit aller Macht Fakten zu schaffen und gentechnisch veränderte Kulturpflanzen in breitem Stil in unserer Landwirtschaft einzuführen. Dabei sind die Risiken für Mensch und Umwelt bisher noch völlig ungeklärt. Keine Versicherung ist heute bereit, eine Haftung für mögliche Schäden zu übernehmen, aber Landwirte und Verbrauchern sollen die Risiken tragen. Ist die Gentechnik erst einmal auf unseren Feldern, ist dieser Weg nicht mehr umkehrbar. Ein Nebeneinander verschiedener Formen der Landwirtschaft mit und ohne Gentechnik ist in Deutschland in der Praxis nicht möglich!

Doch noch ist es nicht zu spät! Die Organisatoren der Demonstration fordern den Bundesrat und die Bundesregierung auf, sich dafür einzusetzen, dass Deutschland frei bleibt vom kommerziellen Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen. Auch wirtschaftlich gesehen gibt es starke Argumente: Mit gentechnikfreien Produkten hat unsere Landwirtschaft in der Zukunft einen riesigen Vorteil auf regionalen und globalen Märkten für Lebensmittel und Saatgut. Um hier für Politik und Verbraucher ein Zeichen zu setzen, werden am 18. April in Stuttgart Landwirte, Imker, Bäcker und andere Bio-Verarbeiter in Berufskleidung demonstrieren, Verbraucher werden mit Küchenschürzen erwartet.

Folgende Organisationen, Verbände und Initiativen rufen auf zur Demonstration für eine gentechnikfreie Landwirtschaft:
Aktionsbündnis Gentechnik-freie Landwirtschaft in Baden-Württemberg:
AbL Baden-Württemberg
Aktionsbündnis Gentechnik-freie Region Oberrhein
Attac Stuttgart/Tübingen/Freiburg (AG Landwirtschaft)
Bioland Baden-Württemberg
BUND Baden-Württemberg
Dachverband Entwicklungspolitik Baden Württemberg
Demeter Baden-Württemberg
Deutscher Erwerbs- und Berufsimkerbund
Eurotoques
Evangelisches Bauernwerk in Württemberg
Forum Pro Schwarzwaldbauern
Greenpeace Gruppe Stuttgart/Esslingen
gepa Fair Handelshaus
Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg (LNV)
LandFrauenverband Südbaden
LandFrauenverband Württemberg-Baden
Nürtinger Bündnis für gentechnikfreie Landwirtschaft und Lebemittenmittel
Verein zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt

Sie werden unterstützt von:
AbL Bundesverband
Bäuerliche Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall
Bioland Bundesverband
BNN Herstellung und Handel
BNN Einzelhandel
BÖLW
Brot für die Welt
BUKO Agrar Koordination
Bund Deutscher PfadfinderInnen Ba-Wü
Demeter Bundesverband
Demeter Felderzeugnisse
Deutsche Naturschutzring (DNR)
Ecovin Baden und Württemberg
Eve - Das moderne Naturkostmagazin
Gäa Bundesverband
Gen-ethisches Netzwerk
Gesellschaft für Boden, Technik und Qualität
GLS Gemeinschaftsbank
Handelskontor Willmann
IG Bauen-Agrar-Umwelt - Regionalbüro Baden-Württemberg
Katholische Landjugendbewegung in der Erzdiözese Freiburg
Kreisbauernverbände Reutlingen und Tübingen
NABU Baden-Württemberg
Naturland
NEULAND - Fleisch aus artgerechter Tierhaltung
Ökologischer Ärztebund
Schrot & Korn
Solid
Stiftung Ökologie & Landbau (SÖL)
Fachgruppe württembergischer Gemüseanbaubetriebe
Zukunftsstiftung Landwirtschaft
ver.di Bezirk Stuttgart

 

 

 

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DATUM: März 2004

LandFrauenverband Württemberg-Baden tritt dem
»Aktionsbündnis Gentechnik-freie Landwirtschaft
in Baden Württemberg« bei

„LandFrauen wollen keine Mogelpackung bei der grünen Gentechnik,“ betont Landesvorsitzende Gudrun Laible.
Bereits seit 1993 setzt sich der LandFrauenverband Württemberg-Baden e.V. kritisch mit der „Grünen Gentechnik“ auseinander. Mit dem Fall des europäischen Anbaumoratoriums für gentechnisch veränderte Pflanzen befürchten die LandFrauen eine schleichende Verunreinigung von Saatgut und Lebensmitteln.

Sie fordern daher:

·  ein Reinheitsgebot für Saatgut und

·  die Einrichtung gentechnikfreier Zonen.

Um diesen Forderungen Nachdruck zu verschaffen, ist der LandFrauenverband Württemberg-Baden e.V. dem »Aktionsbündnis für Gentechnik-freie Landwirtschaft in Baden-Württemberg« beigetreten. Diesem landesweiten Bündnis gehören neben dem LandFrauenverband Südbaden die Naturschutzverbände BUND und NABU, die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft, die Anbauverbände Bioland und Demeter sowie Greenpeace und Attac an.

Das Aktionsbündnis fordert die Landesregierung auf,

– sich auf EU- und Bundesebene für strenge Anbauregelungen und
– die Haftung nach dem Verursacherprinzip einzusetzen.

Die Landwirtschaft in Baden-Württemberg produziert für VerbraucherInnen qualitativ hochwertige Lebensmittel. ErzeugerInnen und VerbraucherInnen sehen keine Notwendigkeit für gentechnisch veränderte Lebensmittel. „Durch die derzeitige Gesetzeslage ist jedoch unsere Wahlfreiheit zwischen gentechnisch veränderten und gentechnisch freien Lebensmitteln gefährdet,“ so Landesvorsitzende Gudrun Laible.

Der LandFrauenverband Württemberg-Baden e.V. bekräftigt seine langjährige Forderung nach einem kritischen VerbraucherInnen-Verhalten und fordert seine Mitglieder auf, gerade jetzt verstärkt „Politik mit dem Einkaufskorb“ zu betreiben.


Stuttgart, März 2004

LandFrauen
LandFrauenverband
Württemberg-Baden e. V.

Bopserstr. 17
70180 Stuttgart
Telefon: 0711-248 927-0
e-mail: info@landfrauen-bw.de
Internet: www.landfrauen-bw.de

 

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DATUM: März 2004

Wir bleiben sauber

„Wir bleiben sauber“ heißt die bundesweite Großdemonstration gegen Gentechnik in der Landwirtschaft. Das Aktionsbündnis gentechnikfreie Landwirtschaft ruft zum 18. April 2004, 11.00 Uhr zu einer Großveranstaltung nach Stuttgart auf.

Auftakt bildet eine Schleppersternfahrt. Ein bunter Zug aus Landwirten, Imkern, Verbrauchern und Köchen zieht mit flotter Musik durch Stuttgart. Die Teilnehmer erscheinen in ihrer Arbeitskleidung oder mit Kochtöpfen, in die keine gentechnikmanipulierten Lebensmittel kommen.

Auf der Kundgebung sprechen prominente Redner aus dem In- und Ausland. Für gentechnikfreie Verpflegung ist gesorgt. Musik, Unterhaltung für die ganze Familie und Marktstände bereichern die Demo. Ein Infozelt für Presse, Vernetzung und Diskussionsrunden steht bereit.

Spendenkonto:
Nürtinger Bündnis für gentechnikfreie Landwirtschaft und Lebensmittel
GLS-Bank Stuttgart
Konto Nr. 70000 70000
BLZ: 430 609 67.