Breites Bündnis aus Landwirtschaft, Umwelt- und Naturschutz in Baden-Württemberg fordert: Kennzeichnung muss auch für neue Gentechniken verpflichtend bleiben!

Esslingen, 23.11.2022 Aktuell wird in Brüssel unter Einfluss von Lobbyarbeit großer Agrarkonzerne über eine mögliche Deregulierung der neuen Gentechniken (NGT) diskutiert. Seitens der EU-Kommission fanden verschiedene Befragung statt, bei denen die geplanten Deregulierungsszenarien offensichtlich wurden. Diese Deregulierungspläne hätten zur Folge, dass das Vorsorgeprinzip, die Risikoprüfung und die Wahlfreiheit der Verbraucher:innen außer Kraft gesetzt werden. Eine gentechnikfreie und ökologische Landwirtschaft wäre nicht mehr möglich.
Aus diesem Anlass hat das Aktionsbündnis gentechnikfreie Landwirtschaft zum Runden Tisch „Agro-Gentechnik“ geladen, um gemeinsam mit Vertreter:innen verschiedener Landwirtschafts-, Umwelt- und Naturschutzverbände und zahlreicher Organisationen aus Baden-Württemberg auf die Brisanz der Thematik aufmerksam zu machen. Sie fordern: Auch die neuen gentechnischen Verfahren wie CRISPR/Cas, sind Gentechnik und müssen weiterhin reguliert werden!

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MITMACHEN! Petition: „Nicht hinter unserem Rücken. Kein Freifahrtschein für neue Gentechnik in unserem Essen!“

Die EU-Kommission plant das EU-Gentechnikrecht für neue Gentechnik-Pflanzen aufzuweichen. Wie genau das aussehen soll, verrät sie noch nicht. Aber es droht eine Deregulierung eines Großteils von aktuell in der Forschungspipeline der Unternehmen stehenden neuen Gentechnik-Pflanzen. Damit würde die EU-Kommission dem Lobby-Druck der Konzerne folgen, die am liebsten mit ihren Gentechnik-Pflanzen ohne Risikoprüfung, Zulassungsverfahren und ohne Kennzeichnungspflicht auf den europäischen Markt wollen. Das wäre ein Freifahrtschein für die Konzerne – sie würden sich ihre Profite sichern – für Folgeschäden müsste die Gesellschaft aufkommen.  
Nicht mit uns!
Wir fordern, dass auch neue Gentechnik-Pflanzen nach dem EU-Gentechnikrecht reguliert bleiben. Nur so wird das in der EU geltende Vorsorgeprinzip umgesetzt und nur so können wir auch in Zukunft selbstbestimmt entscheiden, was wir züchten, anbauen, verfüttern und essen wollen. Es gilt das Recht auf gentechnikfreie Lebensmittelerzeugung sicherzustellen und damit die Wahlfreiheit für uns alle!

Europaweit ist dazu inzwischen eine Petition gestartet, mit der jeweils die verantwortlichen Ministerien der Mitgliedsstaaten aufgefordert werden sollen, sich in der EU für die weitere strikte Regulierung einzusetzen.

In Deutschland sind u.a. Slow Food, Save our Seeds, die AbL, sowie die Bioverbände schon mit der Petition gestartet, die unterstützt und mitgezeichnet werden sollen!!

SlowFood Petition

Save our Seeds Petition

AbL Petition

BÖLW (Bioverbände) Petition

Teilen Sie der EU-Kommission Ihre Meinung zur Regulierung der neuen Gentechniken mit!

Teilen Sie bis zum 22.10.2021 der EU-Kommission Ihre Position zur Regulierung der neuen Gentechniken mit! Derzeit unterliegen die neuen Gentechnikverfahren wie bspw. CRISPR-Cas den strengen Regeln des EU-Gentechnikgesetzes. Doch das könnte sich bald ändern! Erste Vorschläge für den Rechtsrahmen einer abgeschwächten Regulierung der neuen Gentechnikverfahren liegen vor.

Bitte Unterstützen Sie die Kampagne und nutzen Sie den Feedback Mechanismus um gegen eine Deregulierung zu stimmen!

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Pressemitteilung: Gentechnikfreiheit im Koalitionsvertrag? Was wir fordern

Esslingen/Stuttgart, 31.05.2021 Baden-Württemberg wird auch in den kommenden fünf Jahren durch eine grün-schwarze Landesregierung geführt werden. In Online-Parteitagen stimmten Grüne und CDU dem verhandelten Koalitionsvertrag jeweils mit großer Mehrheit zu. Mitte Mai wurde im Landtag Winfried Kretschmann zum dritten Mal als Ministerpräsident vereidigt.
Unter dem Motto: `Jetzt für Morgen‘ wird im Koalitionsvertrag Bezug auf ein gentechnikfreies Baden-Württemberg genommen. Gottfried May-Stürmer, Sprecher des Aktionsbündnisses gentechnikfreie Landwirtschaft, begrüßt, dass die Landesregierung weiterhin am Vorsorgeprinzip, an strengen Zulassungsverfahren und einer Risikoabschätzung neuer Gentechniken festhält. Freisetzungsversuche werden weiterhin abgelehnt. May-Stürmer dazu: „Wir hoffen, dass sich die Landesregierung auch auf Bundesebene für eine Regulierung der neuen Gentechniken ausspricht und das Vorsorgeprinzip nicht geschwächt wird.“

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Gentechnik muss auch in Zukunft strikt reguliert werden – Breites Bündnis von Organisationen stellt Positionspapier vor

Berlin, 21.04.2021. Seit Jahren lobbyieren Industrie und Gentechnik-Befürworter*innen dafür, neue Gentechnikverfahren wie CRISPR/Cas von der Gentechnik-Gesetzgebung auszunehmen. Sie wollen damit die derzeitige Definition von Gentechnik aufweichen. Das gefährdet die Wahlfreiheit und die Sicherheit von Mensch und Umwelt.

Insgesamt 94 Organisationen aus den Bereichen Umwelt-, Tier- und Naturschutz, Entwicklungspolitik, Kirchen, Verbraucherschutz, Landwirtschaft, Züchtung, Lebensmittelwirtschaft und Imkerei sowie Jugendorganisationen fordern die Bundesregierung in einem heute veröffentlichten Positionspapier auf, in Deutschland und auf europäischer Ebene alle derzeitigen wie künftigen Gentechnikmethoden und die daraus entstehenden gentechnisch veränderten Organismen (GVO) weiterhin unter dem bestehenden EU-Gentechnikrecht zu regulieren und zu kennzeichnen.
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mRNA Impfstoff verändert keine Gene

Auf Internet-Seiten wird behauptet, die mRNA-Impfstoffe gegen Corona würden das menschliche Genom verändern. Damit werden einerseits bei Menschen, die gegenüber der Gentechnik kritisch eingestellt sind, Befürchtungen gegenüber diesen Impfstoffen geweckt, andererseits wird mit diesem Argument auch für andere Gentechnik-Anwendungen, z.B im Agrarbereich geworben.

Das Aktionsbündnis gentechnikfreie Landwirtschaft stellt fest:

  • mRNA-Impfstoffe gelangen nicht in die Zellkerne
  • mRNA-Impfstoffe greifen nicht in die menschliche DNA ein.

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